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Monster Man

Die nun folgenden Ereignisse habe ich mit den Worten „Das musst du sehen“ auf einer DVD ohne Hülle, ohne Bilder, ohne Titel überreicht bekommen. Meiner natürlichen Neugier nachgebend, wanderte das gute Stück in den Player und das haben wir nun davon:

Wir werden sofort zu Anfang Zeuge einer gar grauslichen Szene und müssen mit ansehen, wie ein Kopf in einem Schraubstock zerquetscht wird. Dann fahren wir mit Adam in seiner Klapperkiste (mit lustigem Gummikopf an der Antenne, Bastelanleitung auf Anfrage) durch die Einöde. Er ist auf dem Weg zur Hochzeit seiner Verflossenen Betty, die er immer noch abgöttisch liebt, um ihr selbiges zu gestehen. Doch Adam ist nicht allein! Ein Kerl mit einer scheußlichen Maske springt vom Rücksitz und Adam ist dem Herzkasper nahe. Zur Erleichterung Adams (oder auch nicht) outet sich Kumpel Harley, der sich als fürchterliche Labertasche entpuppt. (Sie werden von einem schwarzen Leichenwagen überholt, finden’s unheimlich, wir wissen nicht warum, aber keine Sorge, wir werden ihn noch öfter sehen)

Eine tote Katze, der sie gerade noch ausgewichen sind, wird von einem schwarz behandschuhtem Arm von der Straße gesammelt. (Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, dazu kommen wir später noch) Jetzt kommt erstmal der unheimliche Metall-Monster-Truck von hinten angerast und rammt Adam und Harley von der Straße. Da das Auto nicht mehr anspringen will, machen sie sich zu Fuß auf die Suche nach Benzin (das hab ich jetzt nicht ganz verstanden, warum der Tank leer ist, wenn man gerammt wird, aber egal) Mitten in der Pampa finden sie einen weißen Bulli, der Fahrer ist ein Mann ohne Kopf. Den sehen wir, aber Adam und Harley natürlich nicht. Ebenso wenig wie das Pentagramm in dem selbiger parkt. Nachdem Harley einen ordentlichen Schluck Pisse zu sich genommen hat, ziehen sie mit ihrem Benzin von dannen.

An der nächsten Tanke ist Pinkelpause angesagt. (So ein sauiges Klo hab ich noch nicht gesehen, gut das Adam seine Gummiüberzieherschuhe eingesteckt hat) Kaum aus dem Klo des Grauens entkommen, sieht Adam das nächste in Gestalt des Monster-Trucks auf sich zu kommen. Also zurück ins Klo. Während Adam der Gefahr durch ein Loch in der Klowand ins zusammengenähte Gesicht sieht, nutzt Harley die Gunst der Stunde um in den Truck zu pinkeln. Und bekommt prompt Riesenärger vom flüchtenden Adam. Die Hoffnung dass der Truckfahrer sie nicht gesehen und erkannt hat stirbt mit dem Anblick des abgefackelten Antennenmännchens. In Todesangst beichtet Harley dass er Betty gepoppt hat (und macht sich damit nicht beliebter) und sie düsen vom Hof. Wieder werden sie von dem schwarzen Leichenwagen überholt.

Im nächsten Motel sehen sie in den Nachrichten, dass in einem weißen Bulli eine kopflose Leiche entdeckt wurde. Der zart besaitete Adam wacht von Alpträumen geplagt auf und seine Hand steckt in einer toten Katze! Harley träumt von einer Muschi und leckt sogleich die ihm soeben zugeworfene Tote. Sofort wird das Motel in Unterhose verlassen um kurz darauf mit einem Platten liegen zu bleiben. Die Fahrt geht weiter, doch wer sitzt diesmal auf der Rückbank? Eine Anhalterin vom gestrigen Tage. Na, wo sie schon mal da ist kann sie auch sitzenbleiben, sieht ja ganz nett aus. Harley gibt nur noch schnell einen anonymen Hinweis bei der Polizei ab, dass der Trucker den Mann im Bulli umgebracht hat. (so viel zu unbescholtene Bürger anschwärzen) Sarah, die Anhalterin, täuscht einen Schlaf vor (ja, sowas soll es geben) und erfährt so, dass der kleine Adam die Sarah ganz doll gern hat. Sie stöhnt im (vorgetäuschten) Schlaf Adams Namen. Dass kann Harley nicht auf sich sitzen lassen und so wird Sarah zum ultimativen Knutsch-Test aufgefordert, wobei sie Adam zum Sieger kürt.

Später landen sie in einer Kneipe der Arm- und Beinlosen, wo Adam sich bei dem Versuch Sarah vor einem Verehrer zu schützen Prügel einhandelt. Seine Wunden verarztet Sarah auf ihrem Zimmer. (Ich hab hier tatsächlich notiert, dass die beiden Star-Wars-Sex haben, was ich damit gemeint habe? Vielleicht haben sie gebrummt, ich weiß es nicht mehr) Adam bekommt, wie immer wenn ihn irgendwas aufregt, Nasenbluten, welches genüsslich von Sarah weggeschleckt wird. (Igittigitt) Ein lauter Hilfeschrei stört die traute Zweisamkeit, und Harley, Adam und Sarah, die diesem auf den Grund gehen wollen, werden Zeuge, wie der unheimliche Truck einem Kneipenbesucher erst die Beine plattwalzt und dann den Kopf. Die gerufene Polizei glaubt den dreien kein Wort, halten sie Adam und Harley doch für die Mörder der Katze, die in ihrem ehemaligen Motelzimmer gefunden wurde.

Auf der Flucht verfahren sie sich mal wieder und werden von einem Einarmigen auf die freundliche Botschaft auf ihrer Motorhaube hingewiesen. „Ihr seid die Nächsten!“ Da der Sprit mal wieder zur Neige geht, machen sie Rast an einem Holzhütten-Kiosk. Nachdem Adam in seinem Chili Augen und Zähne findet, flüchten sie zum Auto. Harley meldet sich von der Rückbank „Ihr habt eine Ekelleiche auf dem Rücksitz!“ In den Genuss mit dieser ein wenig zu kuscheln kommt Harley während der holprigen Flucht vor dem Monster-Truck. Er kann nur froh sein dass die Ekelleiche Airbag für ihn spielt als der Truck über das Auto rollt.

Zu Fuß flüchtet man in den Wald wo schon der Monster Man wartet und Harley ins Jenseits befördert. Sarah läuft weg und dem Monster Man direkt ihn die Arme. Adam findet nur noch ihre Schuhe und kurz darauf den Truck bei einer Holzhütte aus der er Sarah schreien hört. Im Inneren wird Adam aufs freundlichste von Fleischklops Fred begrüßt, der auf Grund fehlender Körpermasse ans Bett gefesselt ist und darum sein Bruderherz Monster Man Bob um Hilfe ruft. Zwischenzeitlich findet Adam Sarah an einen Stuhl gefesselt. Aus lauter Dankbarkeit über die Befreiung haut Sarah Adam mit der Schaufel eins über die Rübe und er findet kurz darauf seinen Kopf in einem Schraubstock wieder.

Dafür darf er jetzt aber der Geschichte von Sarah und ihren Brüdern Fred und Bob lauschen: Bob fuhr versehentlich Fred über den Haufen und dann selber gegen einen Baum. Sarah, Spezialistin in Sachen Hexenkult, hat Fred wieder zum Leben erweckt und Bob notdürftig zusammengeflickt. Er ist dazu verdammt jeden Vollmond jemanden zu überfahren dessen Seele Fred am Leben hält. Die Spender seiner bereits angeflickten Körperteile müssen immer am Leben bleiben, sonst faulen sie weg. Da ein Oberkörperspender (der vorher vom Leichenwagen aus begutachtet und für tauglich befunden wurde) bekanntlich nicht mehr lange durchhalten wird, hat Sarah einen teuflischen Plan ausgeheckt. Um das Faulen zu verhindern muss der edle Spender folgende Phasen durchlaufen haben: Phase 1: Der begehrte Oberkörper muss sich freiwillig in Gesellschaft einer Leiche in einem auf den Boden gemalten Pentagramm einfinden. Phase 2: Er muss mit einer toten Katze im Bett geschlafen haben. Phase 3: Sarah muss sein Blut gekostet haben. Phase 4: Er muss einen Toten gegessen haben. (wenn’s sein muss mit Chili) Phase 5: Er muss zu Tode erschreckt sein.

Nach Mitteilung dieser frohen Kunde reißt Adam sich los, schlitzt Sarah den Hals auf, rammt Bob einen Bleistift ins einzige Auge und zerteilt Fred in zwei Hälften. Tatatata, Go Superadam, go! Aber unser Held der Stunde bekommt mal wieder Paniknasenbluten und so kann ihn der vor kurzem erblindete Bob wenigstens noch riechen. Nach kurzem Gemenge und allerlei Gedärmekrumelei gelingt Adam die Flucht nach draussen, dicht gefolgt von Bob. Der sehr überraschend vom plötzlich auftauchenden Monstertruck überfahren wird. Grobi Überraschung! Fahrer Harley überlässt Adam großzügig die Schlüssel und so kann dieser bis zum Morgengrauen vor und wieder zurück über Bob rumpeln. Und wenn er nicht gestorben ist… oder Harley trocken bemerkt „Du hast ihn erwischt, denke ich!“

(Und jetzt, wo ich nochmal darüber nachdenke, hätte ich mir das ganze auch sparen können. Weil dieser Film gehört hier eigentlich gar nicht hin. Ich (als naiver Filmlaie und Gelegenheitsgucker) hatte meinen Spaß und absolut nichts auszusetzten.)
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